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Experten warnen: Schaden statt Schutz - Geplantes Gesetz gefÀhrdet Gesundheit

 Berlin, 7. Juli 2016 – AnlĂ€sslich ihres heute beginnenden Kongresses „Sexuelle Lebenswelten, Wege der PrĂ€vention“ kritisiert die Fachgesellschaft zur Förderung sexueller Gesundheit (Deutsche STI-Gesellschaft, DSTIG) den im geplanten Prostituiertenschutzgesetz benutzten Begriff „Beratung“. Sie hĂ€lt ihn fĂŒr nicht zutreffend.

Beim Kongress treffen sich rund 400 Fachleute aus unterschiedlichen fachlichen und medizinischen Disziplinen.

Wesentliche Grundlagen einer gesundheitsfördernden Beratung, die in einer medizinischen Leitlinie der DSTIG formuliert sind, werden vom geplanten Gesetz nicht erfĂŒllt:

-          Es fehlen die Freiwilligkeit, das EinverstĂ€ndnis, die Voraussetzungslosigkeit sowie die freie Entscheidung zur Beratung.

-          Es fehlen AnonymitĂ€t und Vertraulichkeit.

-          Die KapazitĂ€ten der bestehenden behördlichen Strukturen reichen in personeller und finanzieller Hinsicht fĂŒr eine Beratung, die die o.g. GrundsĂ€tze erfĂŒllt, nicht aus. Fachliche Voraussetzungen und Kompetenzen sind fĂŒr die Beratung obligat: medizinische Kompetenz, psychosoziales Fachwissen und Kenntnisse der Epidemiologie.

Wegen dieser MĂ€ngel fĂŒrchtet die DSTIG ein AbdrĂ€ngen der Betroffenen in die IllegalitĂ€t und damit eine steigende gesundheitliche GefĂ€hrdung, insbesondere im Bereich der sexuellen Gesundheit und der STI-PrĂ€vention.

 

HIER finden Sie die Pressemitteilung als PDF Datei

Verleihung der EhrendoktorwĂŒrde

Prof. Dr. h.c. Peter Karl Kohl, ehemaliger Schatzmeister und langjĂ€hriges Mitglied der DSTIG, hat am 26.5.2016 von der Trakien-UniversitĂ€t Stara Zagora in Bulgarien die EhrendoktorwĂŒrde erhalten. Zwischen der Univ.-Hautklinik Stara Zagora und der Vivantes Klinik fĂŒr Dermatologie und Venerologie Berlin besteht seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit auf dem Gebiet der genito-analen Dermatosen, insbesondere bei der operativen Therapie der Acne inversa.

 

Die DSTIG gratuliert ganz herzlich zu dieser Auszeichnung!

 

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Zentrum fĂŒr Sexuelle Gesundheit und Medizin - Walk In Ruhr (WIR) wurde am 3. Juni eröffnet

Zur Feier kamen zahlreiche Vertreter_innen aus der Bundes- und Landespolitik, der Stadt Bochum, des Katholischen Klinikums Bochum (KKB) sowie Interessierte Kolleginnen und Kollegen aus ganz Deutschland.

Die Bilder geben erste EindrĂŒcke der durchweg erfolgreichen und schönen Eröffnung:

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Die Grußworte zur Eröffnung wurden in der Kirche St. Peter und St. Paul gehalten. Der Eingang des WIR befindet sich direkt auf dem Kirchplatz.

 

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Zur Eröffnungsfeier kamen ĂŒber 200 Personen aus Politik und Gesellschaft. Rechts im Hintergrund das GebĂ€ude des WIR.

 

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Das wissenschaftliche Symposium "WIR - ein Puzzle, das zusammenwĂ€chst" war voll besetzt mit ĂŒber 100 GĂ€sten.

 

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In der Podiumsdiskussion stellten sich die Partner im neuen Zentrum vor.

 

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Bei der Pressekonferenz im GesprĂ€ch: LandtagsprĂ€sidentin NRW Carina Gödecke, Referatsleiterin im Bundesgesundheitsministerium Ines Perea, sowie Christoph Hanefeld (Medizinischer GeschĂ€ftsfĂŒhrer KKB), Arne Kayser (Aidshilfe Bochum, Zentrum fĂŒr Sexuelle Gesundheit und Medizin) und Norbert Brockmeyer (Dermatologische Klinik der RUB, Zentrum fĂŒr Sexuelle Gesundheit und Medizin)

Abschied aus der Sektion Sexuelle Gesundheit

Corinna Becker verlĂ€sst zum 30. Juni 2016 das Gesundheitsamt in Bremerhaven. Nach 15 Dienstjahren schlĂ€gt sie mit der Eröffnung einer eigenen Praxis einen neuen beruflichen Weg ein. Da diese neue Aufgabe ihre ganzen KrĂ€fte bĂŒndeln wird, verabschiedet sie sich gleichzeitig aus der AG Sexuelle Gesundheit der DSTIG. 
 

Corinna Becker hat sich ĂŒber viele Jahre fĂŒr die Sektionsarbeit engagiert und stark gemacht. Mit ihr zusammen hat die AG Sexuelle Gesundheit viel bewirkt und auf den Weg gebracht. DafĂŒr danken wir ihr sehr herzlich und wĂŒnschen ihr alles Gute fĂŒr ihre neue berufliche Herausforderung.

 

Ergebnisse der DSTIG-Mitgliederbefragung

Im April haben wir unsere Mitglieder gebeten, sich an einer Meinungsumfrage zum Thema PrĂ€-Expositionsprophylaxe (PrEP) zu beteiligen. 62 Personen haben den Online-Fragebogen (anonym) ausgefĂŒllt.

Die Ergebnisse der Umfrage stellen wir Ihnen hier zur VerfĂŒgung.

 

Interessant ist die VielfÀltigkeit der Meinungen. Am besten machen Sie sich selbst ein Bild:

HIER finden Sie die Ergebnisse in Grafiken dargestellt (PDF)

 

Wir danken allen, die den Fragebogen ausgefĂŒllt haben, fĂŒr die Teilnahme.

Die Ergebnisse werden wir beim Deutschen STI-Kongress als Anregung fĂŒr die Diskussion zum Thema PrEP mit einfließen lassen.

 

 

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