DSTDG-Mitglied werden!

Facebook

Twitter

Wikipedia

Zur EU-Diskussion Freierbestrafung

Als Reaktion auf den „Honeyball Report“ haben das International Committee on the Rights of Sex Workers in Europe (ICRSE) und der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BvesD) Stellungnahmen gegen den Antrag auf Freierbestrafung entworfen – weitere Unterstützer sind willkommen!

HIER finden Sie den Brief des BvesD: http://sexwork-deutschland.de/alles/brief-an-das-eu-parlament-gegen-den-antrag-auf-freierbestrafung/

HIER finden Sie die Pressemitteilung des ICRSE http://www.sexworkeurope.org/news/general-news/560-ngos-and-75-researchers-demand-members-european-parliament-reject-ms-honeyball

Gemeinsame Stellungnahme der DSTIG, der DAIG und der dagnä

AKTUELLER HINWEIS (10.03.14): in Reaktion auf die Lieferengpässe von Benzathin Penicillin ist es jetzt möglich, Retarpen Trstamp 2,4 mega zur Behandlung der Syphilis über den Großhandel zu bestellen. Die DAK und AOK haben bereits zugestimmt, dass auf folgendem Wege die Medikamente verschrieben und bestellt werden können:

  • Bestellung durch die lokale Apotheke beim GroĂźhändler www.koelsche-blister.de möglich -> BESTELLFORMULAR HIER ALS PDF
  • Rezept muss ausgestellt werden mit Hinweis auf die Lieferengpässe; Kosten inkl. MWSt. 18,72 € fĂĽr 1 Ampullen – vergleichsweise sehr gĂĽnstig

 

10.02.2014

Das Arzneimittel Benzathin-Penicillin G* [= Benzathin-Benzylpenicillin] ist derzeit nur noch eingeschränkt verfügbar. Dies hat erhebliche Konsequenzen, weil dieses Medikament als Standardtherapie der Syphilis dringend benötigt wird. Die WHO hat Benzathin-Penicillin G aus diesem Grund in die Liste der unverzichtbaren Arzneimittel (neueste Aktualisierung 2013) aufgenommen: http://www.who.int/medicines/publications/essentialmedicines/18th_EML.pdf

 

In dieser Situation empfehlen die Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG), die Deutsche AIDS-Gesellschaft (DAIG) und die Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte für die Versorgung HIV-Infizierter (dagnä) in einer gemeinsamen Stellungnahme das folgende Vorgehen.

 

In den Fällen, in denen Benzathin-Penicillin G zur Behandlung der Syphilis tatsächlich nicht beschafft werden kann, empfiehlt sich die folgende Ausweichtherapie:

  • FrĂĽhe Syphilis mit dokumentiert weniger als ein Jahr zurĂĽckliegendem Infektionszeitpunkt (sog. FrĂĽhsyphilis):
    Ceftriaxon 2 g tgl i.v. (als Kurzinfusion, 30min.) 10 Tage
  • Späte Syphilis mit länger als ein Jahr zurĂĽckliegendem oder unbekanntem Infektionszeitpunkt (sog. Spätsyphilis):
    Ceftriaxon 2 g tgl i.v. (als Kurzinfusion, 30min.) 14 Tage.

 

In begründeten Ausnahmefällen und unter der Maßgabe engmaschiger Verlaufskontrollen über 12 Monate kommt als Alternative 3. Wahl Doxycyclin (jedoch nicht bei Schwangeren und Kindern < 8 Jahren) in Betracht. Angesichts der derzeitigen Resistenzlage wird vom Einsatz des Wirkstoffs Azithromycin und anderer Makrolide abgeraten. Ein Behandlungsversuch mit Doxycyclin 2x tgl. 100mg erstreckt sich bei der sog. Frühsyphilis über 14 Tage und bei der sog. Spätsyphilis über 28 Tage.

Gerade auch angesichts steigender Syphilis-Neuinfektionsraten unterstützen die drei wissenschaftlichen Gesellschaften nachdrücklich alle Anstrengungen, das zur Behandlung der Syphilis letztlich unverzichtbare Benzathin-Penicillin G schnellstmöglich wieder verfügbar zu machen.

 

(*in Deutschland: Tardocillin® Pendysin®)

 

Diese Empfehlung finden Sie HIER als PDF

AWMF veröffentlicht Leitlinie zur Gonorrhoe bei Erwachsenen und Adoleszenten

awmf

 

HIER finden Sie die Leitlinie als PDF-Datei!

Unter diesem Link finden Sie die Leitlinie auf der Seite der AWMF: http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/059-004.html

 

Wir bedanken uns bei allen beteiligten Fachgesellschaften, Institutionen, Autorinnen und Autoren fĂĽr die gute Zusammenarbeit!

STI-Kongress, 19.-21. Juni 2014, Berlin

CALL FOR ABSTRACTS

Abstract-Einreichung: Deadline verlängert! Möchten Sie Ihre Forschungsergebnisse präsentieren? Wir sind gespannt auf Ihren Beitrag! Reichen Sie Ihr Abstract bis zum 01. April 2014 ein! Schicken Sie Ihr Abstract an info[at]dstig.de

Im Rahmen des Kongresses werden 3 Arbeiten mit Posterpreisen prämiert!

Informationen zur Einreichung HIER als PDF

 

FĂĽr die Abstracts haben wir zwei Formen vorgesehen.
1. Sie können Ergebnisse Ihrer Arbeit in der klassischen Form eines wissenschaftlichen Abstracts einreichen. Hierzu gliedern Sie Ihr Abstract bitte in die Punkte Hintergrund/Fragestellung, Methoden, Ergebnisse und Schlussfolgerungen.
2. Beschreibungen von Projekten, Vernetzungen oder anderen interessanten Initiativen aus dem Bereich der STI können Sie im Rahmen einer Projektbeschreibung einreichen. Diese gliedern Sie bitte anhand der Punkte Hintergrund/Ziele, Projektbeschreibung, Erfahrungen. 
Bitte beachten Sie die Informationen zur Einreichung HIER als PDF und senden uns dann Ihr Abstract an info[at]dstig.de

 

+++ Am Mi., 18. Juni 2014 findet zusätzlich das Leopoldina Symposium statt! Thema: Genitale Mikrobiome – Konstituieren neue molekular-genetische Tools einen Paradigmenwechsel? +++

 

sti2014_banner_bcom

Pressemitteilung von Profamilia zur Ablehnung des Estrela-Berichts durch das EU-Parlament, 12.12.13

„Die Ablehnung des Estrela-Berichts ist eine Ablehnung sexueller Menschenrechte“

EU-Parlament setzt am Tag der Menschenrechte ein erschreckendes Signal

Am 10. Dezember 2013 hat das Europäische Parlament dem Bericht über sexuelle und reproduktive Gesundheit der Abgeordneten Edite Estrela die Zustimmung verweigert. Mit einer knappen Mehrheit von 334 zu 327 Stimmen setzte sich der Antrag der Europäischen Volkspartei durch, das Europäische Parlament sei für das Thema nicht zuständig.

 â€žDer Estrela-Bericht enthält die wichtige Forderung, dass Menschen in allen EU-Mitgliedstaaten Zugang zu sexueller Bildung, VerhĂĽtung und einem sicheren Schwangerschaftsabbruch haben sollen. Dass das EU-Parlament ausgerechnet am Tag der Menschenrechte gegen diesen Bericht votiert, ist ein erschreckendes Signal", sagte Prof. Dr. Daphne Hahn, Vorsitzende des pro familia Bundesverbands.

 Im Vorfeld hatten Abtreibungsgegner und konservative Kräfte in einer beispiellosen Kampagne die EU-Abgeordneten bestĂĽrmt, den Estrela-Bericht abzulehnen. Dabei enthält er Empfehlungen, wie die sexuelle und reproduktive Gesundheit der Menschen in den Mitgliedstaaten verbessert werden kann, verpflichtet die Staaten jedoch zu nichts. Die Empfehlungen sind im Ăśbrigen auch in zahlreichen internationalen Verträgen und Konferenzen festgeschrieben, u.a. bei CEDAW, UNO-Bevölkerungskonferenz 1994 und UNO-Frauenkonferenz 1995.

 â€žJeder Mensch hat das Recht auf sexuelle Bildung und auf die bestmögliche Versorgung im Hinblick auf sexuelle Gesundheit. Dieses Recht muss europaweit anerkannt werden und die EU sollte auf seine Umsetzung hinwirken. Mit der Entscheidung gegen den Estrela-Bericht haben die europäischen Abgeordneten diese Chance verpasst. Wir fordern das EU-Parlament auf, neue Wege zu finden, sexuelle und reproduktive Rechte auf europäischer Ebene zu verankern. Dass Frauen im 21. Jahrhundert noch ihr Recht auf selbstbestimmte Sexualität und Fortpflanzung erkämpfen mĂĽssen, ist eine Farce", erklärte Hahn.

 

 pro familia ist der fĂĽhrende Verband fĂĽr Sexualität und Partnerschaft in Deutschland.

Der Bundesverband wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert.

 

 Pressekontakt:

Regine Wlassitschau

Referentin fĂĽr Ă–ffentlichkeitsarbeit

 

 

Beschreibung: cid:image001.png@01CDEF34.13480FC0

 

pro familia Bundesverband

Stresemannallee 3

60596 Frankfurt

Tel. 069 -26 95 779 22

This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

www.profamilia.de