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STI-Kongress, 19.-21. Juni 2014, Berlin

CALL FOR ABSTRACTS

Abstract-Einreichung: Deadline verlängert! Möchten Sie Ihre Forschungsergebnisse präsentieren? Wir sind gespannt auf Ihren Beitrag! Reichen Sie Ihr Abstract bis zum 01. April 2014 ein! Schicken Sie Ihr Abstract an info[at]dstig.de

Im Rahmen des Kongresses werden 3 Arbeiten mit Posterpreisen prämiert!

Informationen zur Einreichung HIER als PDF

 

FĂĽr die Abstracts haben wir zwei Formen vorgesehen.
1. Sie können Ergebnisse Ihrer Arbeit in der klassischen Form eines wissenschaftlichen Abstracts einreichen. Hierzu gliedern Sie Ihr Abstract bitte in die Punkte Hintergrund/Fragestellung, Methoden, Ergebnisse und Schlussfolgerungen.
2. Beschreibungen von Projekten, Vernetzungen oder anderen interessanten Initiativen aus dem Bereich der STI können Sie im Rahmen einer Projektbeschreibung einreichen. Diese gliedern Sie bitte anhand der Punkte Hintergrund/Ziele, Projektbeschreibung, Erfahrungen. 
Bitte beachten Sie die Informationen zur Einreichung HIER als PDF und senden uns dann Ihr Abstract an info[at]dstig.de

 

+++ Am Mi., 18. Juni 2014 findet zusätzlich das Leopoldina Symposium statt! Thema: Genitale Mikrobiome – Konstituieren neue molekular-genetische Tools einen Paradigmenwechsel? +++

 

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AWMF veröffentlicht Leitlinie zur Gonorrhoe bei Erwachsenen und Adoleszenten

awmf

 

HIER finden Sie die Leitlinie als PDF-Datei!

Unter diesem Link finden Sie die Leitlinie auf der Seite der AWMF: http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/059-004.html

 

Wir bedanken uns bei allen beteiligten Fachgesellschaften, Institutionen, Autorinnen und Autoren fĂĽr die gute Zusammenarbeit!

Aus der Geschichte lernen!

PRESSEMITTEILUNG DER DSTIG

Prostitution - aus der Geschichte lernen!

„In der aktuellen Diskussion über ein Prostitutionsverbot und eine Bestrafung von Freiern werden wichtige Erfahrungen ausgeklammert.“ Darauf weist der Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG) Norbert H. Brockmeyer hin. Die DSTIG ist eine medizinische und interdisziplinäre Fachgesellschaft zur Förderung sexueller Gesundheit.

 

Sexualität als Triebfeder der Prostitution ist nicht zu verbieten

Brockmeyer, der als Dermatologie-Professor seit Jahrzehnten an der Ruhr-Universität in Bochum Menschen aus der Prostitution behandelt, fordert die Entscheidungsträger auf, Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Geschichte zu nutzen: „Schon vor genau 100 Jahren gab es eine gesellschaftliche Diskussion, in der Prostitution als Bedrohung bürgerlicher Werte und als Gefährdung der öffentlichen Gesundheit durch Geschlechtskrankheiten betrachtet wurde.“ Damals habe die Frauenbewegung für die berufliche Anerkennung von Prostituierten gekämpft. Dieser Kampf habe erfolgreich zu einer Liberalisierung geführt – und damit den damaligen sozialen Stand der Sexarbeiterinnen wesentlich verbessert. „Diese Liberalisierung wird nun ausgerechnet durch Teile der Frauenbewegung gefährdet“, mahnt Brockmeyer.

 

Keine Verdrängung in die Illegalität!

Nach Erfahrungen des STI-Experten (STI = sexuell übertragbare Krankheiten) verlagern sich bürgerlich nicht opportune Phänomene in den Untergrund, wenn sie abgelehnt oder gar bestraft werden. „Wo Menschen diskriminiert und ausgegrenzt und der Willkür ausgeliefert werden, hat auch die Gesundheitsförderung keinen Zugang mehr“, weiß der Arzt und nennt als Beispiel Schweden: Dort haben das Verbot und die Bestrafung von Freiern dazu geführt, dass Sexarbeit jetzt im Untergrund stattfindet und die Prostituierten illegal und damit schutzlos arbeiten müssen.

Die Erfolge im Umgang mit der HIV-Infektion hätten dagegen gezeigt, dass sich die soziale Situation der mit HIV Infizierten nur verbessert, wenn sie nicht diskriminiert werden. „Auch für den offenen und anerkennenden Umgang mit Homosexualität mussten wir lange kämpfen!“

 

Sexarbeit und Menschenhandel nicht vermischen

Menschenhandel und Niedriglohn-Ausbeutung dürfen nach Ansicht des DSTIG-Präsidenten nicht allein innerhalb der Prostitution geahndet werden. „Wir brauchen freie und selbstbestimmte Rahmenbedingungen für die Sexarbeit und die Anerkennung als Beruf – mit allen sozialen Rechten und Pflichten. Nur so verhindern wir soziale Stigmatisierung, Menschenhandel und Ausbeutung!“ Wer Zwangsarbeit und Menschenhandel ausschließlich im Zusammenhang mit Prostitution diskutiert, riskiere eine „Pseudo-Fürsorge“, die dem Individuum und der Gesellschaft schadet,“ sagt Brockmeyer.

 

Freiwillige Untersuchungen anbieten – ohne Zwang!

Das Infektionsschutzgesetz verpflichtet deutsche Gesundheitsämter, Untersuchungen für bestimmte Zielgruppen wie Sexarbeiterinnen anzubieten. Niedrigschwellige Untersuchungen mit gutem Beratungs- und Untersuchungsniveau werden auch heute schon von den Menschen in der Sexarbeit angenommen, weiß Brockmeyer. Daher sei es möglich, Menschen auf freiwilliger Basis zu erreichen. „Allerdings müssen wir sie auch wie Menschen behandeln!“ Pflichtuntersuchungen hätten die sozialen und gesundheitlichen Bedingungen noch nie verbessert, sondern ausschließlich die Diskriminierung gefördert.

„30 Jahre Erfahrung im Umgang mit HIV und Aids haben uns gelehrt, dass wir ohne erhobenen Zeigefinger, nicht stigmatisierend, offen und mit guten Angeboten, auf die Menschen zugehen müssen, dies schließt auch Menschen ohne Versicherungsschutz ein“, weiß der Mediziner. Mit diesem liberalen und akzeptierenden Ansatz sei Deutschland heute europaweit eines der Länder mit den niedrigsten HIV-Infektionszahlen. „Genau so werden wir SexarbeiterInnen und ihre Kunden erreichen, um sie aufzuklären, beraten und bei Bedarf versorgen zu können“, ist Brockmeyer überzeugt.

 

 brockmeyer

 

Kontakt: Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) www.dstig.de E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Prof. Dr. Norbert H. Brockmeyer, Dermatologische Klinik der Ruhr-Universität Bochum

Gudrunstr. 56, 44791 Bochum        Tel. 0234-5093471             E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Pressemitteilung von Profamilia zur Ablehnung des Estrela-Berichts durch das EU-Parlament, 12.12.13

„Die Ablehnung des Estrela-Berichts ist eine Ablehnung sexueller Menschenrechte“

EU-Parlament setzt am Tag der Menschenrechte ein erschreckendes Signal

Am 10. Dezember 2013 hat das Europäische Parlament dem Bericht über sexuelle und reproduktive Gesundheit der Abgeordneten Edite Estrela die Zustimmung verweigert. Mit einer knappen Mehrheit von 334 zu 327 Stimmen setzte sich der Antrag der Europäischen Volkspartei durch, das Europäische Parlament sei für das Thema nicht zuständig.

 â€žDer Estrela-Bericht enthält die wichtige Forderung, dass Menschen in allen EU-Mitgliedstaaten Zugang zu sexueller Bildung, VerhĂĽtung und einem sicheren Schwangerschaftsabbruch haben sollen. Dass das EU-Parlament ausgerechnet am Tag der Menschenrechte gegen diesen Bericht votiert, ist ein erschreckendes Signal", sagte Prof. Dr. Daphne Hahn, Vorsitzende des pro familia Bundesverbands.

 Im Vorfeld hatten Abtreibungsgegner und konservative Kräfte in einer beispiellosen Kampagne die EU-Abgeordneten bestĂĽrmt, den Estrela-Bericht abzulehnen. Dabei enthält er Empfehlungen, wie die sexuelle und reproduktive Gesundheit der Menschen in den Mitgliedstaaten verbessert werden kann, verpflichtet die Staaten jedoch zu nichts. Die Empfehlungen sind im Ăśbrigen auch in zahlreichen internationalen Verträgen und Konferenzen festgeschrieben, u.a. bei CEDAW, UNO-Bevölkerungskonferenz 1994 und UNO-Frauenkonferenz 1995.

 â€žJeder Mensch hat das Recht auf sexuelle Bildung und auf die bestmögliche Versorgung im Hinblick auf sexuelle Gesundheit. Dieses Recht muss europaweit anerkannt werden und die EU sollte auf seine Umsetzung hinwirken. Mit der Entscheidung gegen den Estrela-Bericht haben die europäischen Abgeordneten diese Chance verpasst. Wir fordern das EU-Parlament auf, neue Wege zu finden, sexuelle und reproduktive Rechte auf europäischer Ebene zu verankern. Dass Frauen im 21. Jahrhundert noch ihr Recht auf selbstbestimmte Sexualität und Fortpflanzung erkämpfen mĂĽssen, ist eine Farce", erklärte Hahn.

 

 pro familia ist der fĂĽhrende Verband fĂĽr Sexualität und Partnerschaft in Deutschland.

Der Bundesverband wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert.

 

 Pressekontakt:

Regine Wlassitschau

Referentin fĂĽr Ă–ffentlichkeitsarbeit

 

 

Beschreibung: cid:image001.png@01CDEF34.13480FC0

 

pro familia Bundesverband

Stresemannallee 3

60596 Frankfurt

Tel. 069 -26 95 779 22

This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

www.profamilia.de

 

SAVE THE DATE: 18.-21. Juni 2014

 STI-Kongress 2014 im Roten Rathaus, Berlin

und

Leopoldina-Symposium, am 18. Juni 2014, im Roten Rathaus, Berlin

 

Den VorankĂĽndigungs-Flyer finden Sie HIER als PDF-Datei

 

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