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Erstes Patienteninformationsblatt zur Gonorrhoe online

In Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für STD und dermatologische Mikrobiologie (ÖGSTD), der Schweizerischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (SGDV) und er International Union agains STI (IUSTI) entwicklet die DSTIG Patienteninformationsblätter zu gängigen STI. Kurz, prägnant und verständlich werden auf 2 Seiten die wichtigsten Fragen zum Krankheitsbild, Diagnostik und Therapie beantwortet.

 

Das erste aus dem englischen übersetzte und überarbeitete Informationsblatt zur Gonorrhoe können Sie HIER herunterladen.

Weitere Informationen und englischsprachige Informationsblätter finden Sie unter diesem LINK in der neuen DSTIG-Sparte "Patienteninformation".

 

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Von der AIDS-Beratung zur Sexuellen Gesundheit

 â€žWie auch immer…“  1766532814661363highresaids_schleife.jpg

Mit diesem Slogan und witzigen Strichmenschen, die zeigen, auf welch vielfältige Art und Weise man oder frau „es“ tun kann, begann vor 25 Jahren die Aidsprävention in den Gesundheitsämtern in Nordrhein-Westfalen. Im Gesundheitsamt Köln wurde der erste HIV-Antikörpertest bereits 2 Jahre früher durchgeführt und seither steht Köln immer an vorderster Stelle, wenn es darum geht, auf neue Herausforderungen und Erkenntnisse zur sexuellen Gesundheit zu reagieren.

Die Expertinnen und Experten diskutieren darĂĽber, wie sie diese Entwicklung erlebt und mit gestaltet haben und blicken in die Zukunft.

 

Wo: Studio DuMont, DuMont CarrĂ©e in der Breite StraĂźe 80,  50667 Köln

Zeit: 29.10.2012, 18:30 bis 21 Uhr

Podiumsdiskussion, Eintritt frei


Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • Lale AkgĂĽn (Gruppenleiterin Internationale Angelegenheiten und Eine-Welt-Politik in der Staatskanzlei NRW)
  • Gisela Hilgefort (Leiterin des ProFamilia Zentrums Mainz, Psychotherapeutin und Expertin fĂĽr Prävention bei Frauen und Mädchen)
  • Wolfgang MĂĽller (langjähriger Leiter des Referats Aidsaufklärung in der Bundeszentrale fĂĽr gesundheitliche Aufklärung)
  • Heinrich Rasokat (Oberarzt in der Klinik fĂĽr Dermatologie und Venerologie der Universitätsklinik Köln)
  • Michael Schumacher (GeschäftsfĂĽhrer der Aidshilfe Köln)
  • Christine Winkelmann (verantwortlich fĂĽr das WHO-Kollaborationszentrum fĂĽr sexuelle und reproduktive Gesundheit bei der Bundeszentrale fĂĽr gesundheitliche Aufklärung)

 

Moderation: Harriet Langanke (Journalistin, Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit, Köln)

Artikel zum Welttag der sexuellen Gesundheit:

Ruhr-Nachrichten, 04.09.2012

welttag der sexuellen gesundheit-rn bo-4.9.2012

Sektion STI-Forschung gegrĂĽndet

Die Sektion STI-Forschung wurde 2012, im Nachgang des von der DSTIG organisierten Leopoldina-Symposiums in Berlin, gegrĂĽndet.

Hier können Sie den Info-Flyer der Sektion (in deutsch und englisch) herunterladen!

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Die Ziele der neuen Sektion STI-Forschung sind
• Vernetzung von klinischen ForscherInnen und GrundlagenwissenschaftlerInnen, um Projekte zur Untersuchung von molekularen Mechanismen der Pathogenese von STI zu unterstützen,
• Schaffung eines Netzwerkes von führenden WissenschaftlerInnen und KlinikerInnen, zur Diskussion und Nutzung von klinischen Proben und Reagenzien,
• Entwicklung von neuen Therapeutika und Präventionsstrategien um Resistenzen entgegenzuwirken.

 

Die Sektion Forschung der Deutschen STI-Gesellschaft wird geleitet von

Dr. Dagmar Heuer, Robert Koch-Institut, Berlin E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
PD Dr. Kamran Ghoreschi, Universitätsklinikum Tübingen, E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Dr. Mario Fabri, Universitätsklinikum Köln, E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

"Für offenen Umgang mit Sexualität und sexueller Gesundheit viel erreicht“

Am 4. September wird weltweit der „Tag der sexuellen Gesundheit“ mit zahlreichen Aktionen gewürdigt. Die World Association for Sexual Health (WAS) hat diesen Tag im Jahr 2010 ins Leben gerufen. In diesem Jahr stehr der Tag unter dem Motto "In a diverse world, sexual health for all" (Informationen unter http://www.worldsexology.org/)

 

Die DSTIG hat zum Welttag der sexuellen Gesundheit folgende Pressemitteilung verfasst:


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Am 4. September wird unter dem Motto „In einer vielfältigen Welt – sexuelle Gesundheit für jeden“ der Welttag sexuelle Gesundheit gefeiert, der 2010 von der „World Association for Sexual Health“ (WAS) ins Leben gerufen wurde. „In Deutschland haben wir seit dem Aufkommen von HIV/AIDS und der damit einhergehenden Diskriminierungswelle gegen Homosexuelle für einen offenen Umgang mit Sexualität und sexueller Gesundheit viel erreicht“ bestätigt Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D. Sie konnte in den 1980er Jahren durch Ihr politisch wegweisendes Engagement eine AIDS-Politik für Deutschland durchsetzten, welche alle Akteure im Gesundheitsbereich vereinte und bis heute die Präventionsstrategie prägt. Auch die Präventionskampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) haben sehr erfolgreich die Bevölkerung über HIV aufgeklärt und ein breites Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Sexualität geschaffen.

„Der Welttag für sexuelle Gesundheit ist ein guter Anlass, um sowohl die Bevölkerung für dieses Thema zu sensibilisieren, Diskriminierung entgegenzuwirken, Präventionsmaßnahmen zu proklamieren, als auch auf politischer Ebene Gehör für Verbesserungsvorschläge unseres Versorgungsangebotes zu finden“ erklärt Professor Norbert Brockmeyer, Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft, der an der Bochumer Universitätshautklinik das Zentrum für sexuelle Gesundheit leitet.

 

Doch was genau ist sexuelle Gesundheit? Hierunter ist mehr zu verstehen, als die Abwesenheit von Krankheiten (sexuell übertragbaren Infektionen, STI) oder sexueller Dysfunktion. Es geht um das ganzheitliche Wohlbefinden. Dazu zählen die Freiheit von sexuellem Zwang, Missbrauch und sexueller Gewalt sowie der Genuss von Sexualität. Der Schutz vor Erkrankung (Prävention) im Zusammenhang mit dem Sexualleben muss möglich und entsprechende Behandlungs- und Beratungsangebote erreichbar sein. „An diesen Punkten müssen wir in Deutschland arbeiten. Unsere Gesundheitsangebote sind noch nicht umfassend und auch nicht für jeden erreichbar“ kritisiert Brockmeyer. Das englische Vorbild der „GUM-Kliniken“ für urogenitale Medizin zeigt, wie dies umzusetzen ist: Hier werden kostenfrei und auf Wunsch auch anonym Beratung zu sexuellen Problemen oder auch spezielle Sprechstunden z.B. Paare mit unerfülltem Kinderwunsch oder für Sexarbeiter/innen angeboten, sowie alle medizinischen und psychotherapeutischen Behandlungen, einschließlich STI-Tests. Dies alles gibt es hier in einem Zentrum und nicht wie in Deutschland noch üblich, in unterschiedlichen Einrichtungen.

 

Deutsche STI-Gesellschaft steht für Interdisziplinarität

Gemeinsam mit Medizinern unterschiedlicher Fachrichtungen, Therapeuten, Mitarbeitern von Beratungsstellen und Gesundheitsämtern arbeitet Brockmeyer für die Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG), die als interdisziplinäre medizinische Fachgesellschaft für ein ganzheitliches Gesundheitskonzept steht. Obgleich in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten sehr viel erreicht wurde für einen offenen Umgang mit Sexualität, der Gewährung sexueller Rechte, sexueller Freiheit und sexueller Selbstbestimmung, scheuen immer noch viele Menschen aus Angst vor Diskriminierung, Scham oder aufgrund von Unwissenheit den Gang zur Beratungsstellen, Gesundheitsämtern oder Kliniken. Die bundesweite Einführung von Zentren für sexuelle Gesundheit, die alle Angebote vereinen, wäre der nächste Schritt auf dem Weg zur sexuellen Gesundheit.

 

Politischer Handlungsbedarf zur Stärkung der sexuellen Gesundheit

Drei Punkte, so fordert Brockmeyer, müssen oben auf die gesundheitspolitische Agenda und zeitnah umgesetzt werden: Zum einen die Stärkung der Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV), zweitens die finanzielle Absicherung zur Sicherstellung der Versorgung und Diagnostik im STI-Bereich, und zum dritten die Möglichkeit der Abrechnung von Behandlungsleistungen nicht-versicherter Personen.

 

Kontakt:

Prof. Dr. N.H. Brockmeyer

Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG)
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