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Erste STI-Fortbildungsveranstaltung in Bochum stattgefunden

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Zur Diagnostik und Therapie von sexuell übertragbaren Infektionen (STI) veranstaltete die DSTIG am 5. Februar in Bochum eine Fortbildungsveranstaltung für MitarbeiterInnen der Firma Gilead. Die Schulung beinhaltete Fachvorträge, Gruppendiskussion sowie eine Abschlussprüfung zur Erlangung des Fortbildungszertifikates.

Die Kursunterlagen (Abstractband) finden Sie HIER ZUM DOWNLOAD

 

Das Fortbildungsprogramm der DSTIG ist in Modulen strukturiert:

  • Modul 1 Klinische Diagnostik und Therapie
  • Modul 2 Sprache und Sozialkompetenz
  • Trainings- und Vertiefungsmodule wie "Zusatzmodul Krankheitsbilder" oder "Zusatzmodul Sprach und Sozialkompetenz"

 

Inhalte des STI-Basiskurses sind:

Modul 1  Klinische Diagnostik und Therapie

  • Epidemiologische EinfĂĽhrung
  • Diagnostik und Therapie der Syphilis
  • Diagnostik und Therapie der Gonorrhoe
  • Diagnostik und Therapie von Herpes Simplex
  • Diagnostik und Therapie der HPV-Infektion
  • Diagnostik und Therapie der HIV-Infektion

 

Modul 2 Sprache und Sozialkompetenz

  • Was bedeutet und beinhaltet „sexuelle Gesundheit“?
  • Das Arzt-Patienten-Gespräch
  • Reden ĂĽber Sexualität und sexuelle Gesundheit
  • Grundwissen Sexualstörungen, Sexualtherapie
  • (… Ergänzung um weitere Aspekte und Themen möglich!)

 

Das Fort- und Weiterbildungsprogramm der DSTIG wird zur Zeit ausgebaut. Weitere Schulungsangebote sind in Planung. Haben Sie Interesse oder Anregungen? Kontaktieren Sie uns unter: info(at)dstig.de

 

 

Neuer Sektionsflyer ist online!

HIER können Sie den neuen Sektions-Flyer herunterladen!

 

Die Sektion Sexuelle Gesundheit ist seit 2007 aktiv und wird von Dr. Viviane Bremer (RKI, Berlin) geleitet. Die ca. 60 Mitwirkenden der Arbeitsgruppe gehören verschiedenen Berufsgruppen wie der Medizin, Epidemiologie, Sozialwissenschaften und Prävention an und arbeiten in verschiedenen Bereichen des deutschen Gesundheitssystems. Interdisziplinarität ist eine zentrale Grundlage der Arbeitsweise der Sektion.

 

Ansprechperson: Dr. Viviane Bremer This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

Erstes Patienteninformationsblatt zur Gonorrhoe online

In Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für STD und dermatologische Mikrobiologie (ÖGSTD), der Schweizerischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (SGDV) und er International Union agains STI (IUSTI) entwicklet die DSTIG Patienteninformationsblätter zu gängigen STI. Kurz, prägnant und verständlich werden auf 2 Seiten die wichtigsten Fragen zum Krankheitsbild, Diagnostik und Therapie beantwortet.

 

Das erste aus dem englischen übersetzte und überarbeitete Informationsblatt zur Gonorrhoe können Sie HIER herunterladen.

Weitere Informationen und englischsprachige Informationsblätter finden Sie unter diesem LINK in der neuen DSTIG-Sparte "Patienteninformation".

 

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Gemeinsame Pressemitteilung von Jens Spahn (MdB) und der DSTIG

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Bild: Jens Spahn (Mitglied des Bundestages und Mitglied des Ausschusses fĂĽr Gesundheit)

 

„Über den Tellerrand schauen und alle STI in den Blick nehmen“

 

Sexuell übertragbare Infektionen (STI) können eine HIV-Infektion begünstigen – und umgedreht erhöht HIV das Risiko für weitere STI. Weil viele STI symptomlos verlaufen, sind regelmäßige Untersuchungen nötig um durch eine frühzeitige Diagnose erfolgreich zu therapieren.

 

Der Welt-Aids-Tag steht im Zeichen aller HIV-Positiven, ihren Angehörigen, durch HIV verstorbenen und an Aids erkrankten Menschen, denen am 1. Dezember Gedenken und besondere Aufmerksamkeit gilt. „An diesem Tag sollten wir nicht nur Solidarität zeigen, mit allen von HIV-betroffenen Menschen weltweit, sondern diesen Gedenktag auch zum Anlass nehmen, zu prüfen ob wir unserer gesundheitspolitischen Verantwortung im Bereich der HIV-Prävention gerecht werden“ erinnert Jens Spahn, Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Wichtig sei es dabei auch „über den Tellerrand zu schauen“ und den Fokus nicht allein auf HIV/AIDS zu richten, sondern auch andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) in den Blick zu nehmen.

Dieser Einschätzung schließt sich Professor Norbert Brockmeyer, der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum und Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft an: „Wir beobachten, dass Patienten mit einer STI, wie beispielsweise Gonorrhoe oder Syphilis, ein höheres Risiko haben, sich mit HIV zu infizieren – und umgedreht tragen HIV-Positive ein vielfach höheres Risiko, sich mit einer weiteren STI zu infizieren“ erklärt der Dermatologe und Forscher. Daher sei es wichtig die Bevölkerung über alle sexuell übertragbaren Infektionen aufzuklären und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, so genannte „Screenings“, zu empfehlen. Denn umso früher die Diagnose gestellt wird, desto besser können STI behandelt werden. Dies gilt nicht nur für STI wie Genitalherpes, Chlamydien oder Gonorrhoe, sondern auch für HIV.

 

HIV-Infektionen Rückläufig – Syphilis steigt an

„Es wird noch Jahre, vielleicht auch ein Jahrzehnt dauern, bis wir eine Vakzine gegen HIV oder Medikamente die das HI-Virus eliminieren entwickelt haben“ befürchtet Norbert Brockmeyer, „doch wir haben bereits erreicht, dass durch die antiretrovirale Therapie Aids keine schnell tödliche Krankheit mehr ist, sondern heute in Deutschland – wie andere chronische Krankheiten auch – gut behandelbar geworden ist“. Sorgen mache ihm allerdings, dass andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) zunehmen, wie etwa die ansteigenden Syphilis-Neuinfektionen zeigen. Er schätzt, dass in Deutschland die Anzahl von Syphilis-Neuinfektionen erstmals über 4000 steigt. Verdoppelt hat sich die Zahl der Neuinfektionen bei Männern, die Sex mit Männern haben und in Großstädten leben. Von anderen STI, wie Chlamydien beispielsweise, sind besonders junge Frauen betroffen. Die Deutsche STI-Gesellschaft geht davon aus, dass sich jährlich ca. 60.000 Menschen in Deutschland mit Chlamydien infizieren, unbehandelt kann diese STI bei Frauen zur Unfruchtbarkeit führen. „Eine umfangreiche STI- und HIV-Prävention gehört für mich daher zusammen und auf unsere gesundheitspolitische Agenda 2013“ so Brockmeyer. Der Welt-Aids-Tag ist ein guter Anlass um auf diesen Zusammenhang hinzuweisen, denn gerade zum Thema „sexuell übertragbare Infektionen“ gibt es immer noch einen hohen Informationsbedarf.

 

Kontakt:

       
 
 
 

Marc Degen, Presse-/Ă–ffentlichkeitsarbeit

BĂĽro Jens Spahn MdB
Platz der Republik 1; 11011 Berlin
Tel.:     030/2 27 - 7 93 00
E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 
 

 

 

 

 

 

 

 

Von der AIDS-Beratung zur Sexuellen Gesundheit

 â€žWie auch immer…“  1766532814661363highresaids_schleife.jpg

Mit diesem Slogan und witzigen Strichmenschen, die zeigen, auf welch vielfältige Art und Weise man oder frau „es“ tun kann, begann vor 25 Jahren die Aidsprävention in den Gesundheitsämtern in Nordrhein-Westfalen. Im Gesundheitsamt Köln wurde der erste HIV-Antikörpertest bereits 2 Jahre früher durchgeführt und seither steht Köln immer an vorderster Stelle, wenn es darum geht, auf neue Herausforderungen und Erkenntnisse zur sexuellen Gesundheit zu reagieren.

Die Expertinnen und Experten diskutieren darĂĽber, wie sie diese Entwicklung erlebt und mit gestaltet haben und blicken in die Zukunft.

 

Wo: Studio DuMont, DuMont CarrĂ©e in der Breite StraĂźe 80,  50667 Köln

Zeit: 29.10.2012, 18:30 bis 21 Uhr

Podiumsdiskussion, Eintritt frei


Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • Lale AkgĂĽn (Gruppenleiterin Internationale Angelegenheiten und Eine-Welt-Politik in der Staatskanzlei NRW)
  • Gisela Hilgefort (Leiterin des ProFamilia Zentrums Mainz, Psychotherapeutin und Expertin fĂĽr Prävention bei Frauen und Mädchen)
  • Wolfgang MĂĽller (langjähriger Leiter des Referats Aidsaufklärung in der Bundeszentrale fĂĽr gesundheitliche Aufklärung)
  • Heinrich Rasokat (Oberarzt in der Klinik fĂĽr Dermatologie und Venerologie der Universitätsklinik Köln)
  • Michael Schumacher (GeschäftsfĂĽhrer der Aidshilfe Köln)
  • Christine Winkelmann (verantwortlich fĂĽr das WHO-Kollaborationszentrum fĂĽr sexuelle und reproduktive Gesundheit bei der Bundeszentrale fĂĽr gesundheitliche Aufklärung)

 

Moderation: Harriet Langanke (Journalistin, Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit, Köln)