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Grußwort

des Regierenden BĂŒrgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit

zum Kongress der Deutschen STI-Gesellschaft zur Förderung der Sexuellen Gesundheit

vom 14. bis zum 16. Juni 2012 in Berlin

Zum Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft zur Förderung der Sexuellen Gesundheit begrĂŒĂŸe ich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr herzlich in der deutschen Hauptstadt. Es freut mich sehr, dass Sie Ihre wichtige Tagung diesmal bei uns im Roten Rathaus abhalten.
Damit kehrt die Deutsche STI-Gesellschaft in ihrem JubilĂ€umsjahr an ihren GrĂŒndungsort zurĂŒck. Denn es war das Berliner Rathaus, in dem anno 1902 unter FĂŒhrung der bedeutenden Venerologen Albert Neisser und Alfred Blaschko Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen mit einem gemeinsamen Ziel zusammenkamen: Sich fĂŒr die EindĂ€mmung von sexuell ĂŒbertragbaren Krankheiten zu engagieren. Es war die Geburtsstunde der Deutschen Gesellschaft zur BekĂ€mpfung der Geschlechtskrankheiten, der heutigen DSTIG.
110 Jahre sind seither vergangen. Forschung und Therapie haben eine Vielzahl beeindruckender Fortschritte gemacht. Dennoch bleibt der Kampf gegen durch sexuelle Kontakte ĂŒbertragbare Erkrankungen eine permanente Herausforderung. So ist in jĂŒngster Zeit die Zahl der HIV-Neuinfektionen zwar auch hierzulande gesunken, zugleich steigt jedoch die Zahl anderer sexuell ĂŒbertragbarer Infektionen an. Um so wichtiger ist es, wachsam zu bleiben und sich weiterhin intensiv fĂŒr AufklĂ€rung und PrĂ€vention wie auch fĂŒr bessere Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten zu engagieren. DafĂŒr steht eine traditionsreiche Fachgesellschaft wie die DSTIG in besonderer Weise.

In diesem Sinne gratuliere ich Ihrer Gesellschaft herzlich zum 110-jĂ€hrigen Bestehen und wĂŒnsche weiterhin sehr viel Erfolg. Dazu zĂ€hlt gewiss auch ein ertragreicher JubilĂ€umskongress, zu dem ich Sie alle nochmals herzlich willkommen heiße.

Den auswĂ€rtigen GĂ€sten unter Ihnen wĂŒnsche ich darĂŒber hinaus einen schönen Aufenthalt in der deutschen Hauptstadt, der Ihnen noch lange angenehm in Erinnerung bleibt.


unterschrift wowereit

Klaus Wowereit
Regierender BĂŒrgermeister von Berlin

Pressemitteilung zum Tag der Menschenrechte, 10.12.11

Sexuelle Rechte sind Menschenrechte: RUB-Experte fordert bessere AufklÀrung und Kommunikation

AufklĂ€rung und Kommunikation ĂŒber sexuelle Rechte und Gesundheit statt Stigmatisierung: Die Deutsche STI-Gesellschaft DSTIG fordert anlĂ€sslich des Welttags der Menschenrechte (10. Dezember) eine „DeSTIGmatisierung“ der Betroffenen. STI steht fĂŒr sexuell ĂŒbertragbare Infektionen („sexual transmitted infections“). „Sexuelle Rechte sind Menschenrechte. Sie gehören auf die Agenda, denn sie basieren auf dem Grundrecht auf Freiheit, Gleichstellung, PrivatsphĂ€re, Selbstbestimmung, IntegritĂ€t und der WĂŒrde aller Menschen“, sagt RUB-Mediziner Prof. Dr. Norbert Brockmeyer, PrĂ€sident der DSTIG.

 

Vielschichtiges Problem
Professor Brockmeyer leitet an der Dermatologischen Klinik der Ruhr-UniversitĂ€t Bochum im St. Josef-Hospital das Zentrum fĂŒr sexuelle Gesundheit und sieht im Klinikalltag, wie vielschichtig das Problem der Stigmatisierung ist. Defizite gebe es in der PrĂ€ventionsarbeit und der sexuellen Bildung. „Unsere Aufgabe ist es, alle Menschen ĂŒber ihre sexuellen Rechte aufzuklĂ€ren und auf Gefahren fĂŒr ihre sexuelle Gesundheit hinzuweisen“, sagt Brockmeyer. Angst vor Stigmatisierung auf Seiten der Patienten und mangelnde Kommunikation ĂŒber SexualitĂ€t auf Ă€rztlicher Seite fĂŒhrten immer wieder dazu, so der Bochumer Dermatologe, dass Fragen zu sexuellen Rechten unausgesprochen bleiben. „Zum einen sollte die Kommunikation zur sexuellen Gesundheit und ĂŒber sexuelle Rechte Bestandteil des medizinischen Lehrplanes werden. Zum anderen mĂŒssen wir spezialisierte, so genannte GUM-Kliniken fĂŒr Urogenitale Erkrankungen nach englischem Vorbild etablieren, um Betroffene umfassend beraten zu können“.

Sexuelle Gesundheit umfasst sexuelle Rechte
Sexuelle Rechte sind ein wesentlicher Bestandteil der sexuellen Gesundheit. Professor Brockmeyer: „Die sexuelle Gesundheit umfasst nicht nur die klinische Gesundheit, sie gehört auch zur körperlichen und geistigen Gesundheit und ist ein SchlĂŒsselelement fĂŒr unsere IdentitĂ€t als Menschen. Sie steht fĂŒr gleichberechtigte Beziehungen und sexuelle ErfĂŒllung“. Das Recht auf Selbstbestimmung spiele eine entscheidende Rolle – egal ob es um die Frage der Fortpflanzung gehe oder um die sexuelle Orientierung: Jeder sollte frei von Diskriminierung oder Gewalt diese Entscheidungen treffen dĂŒrfen.

Die DSTIG hat sich als medizinische Fachgesellschaft die Förderung der Sexuellen Gesundheit zur Aufgabe gemacht und veranstaltet vom 14. bis 16. Juni 2012 im Roten Rathaus in Berlin den STI-JubilĂ€umskongress. Im Berliner Rathaus wurde die Gesellschaft vor 110 Jahren gegrĂŒndet.

 

Weitere Informationen

Prof. Dr. N.H. Brockmeyer, PrÀsident der Deutschen STI-Gesellschaft
Sprecher des Kompetenznetzes HIV/AIDS
Leiter Zentrum fĂŒr Sexuelle Gesundheit
Klinik fĂŒr Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Ruhr-UniversitĂ€t
Tel.: 0234/509-3471, -3474, This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

Angeklickt
DSTIG: http://www.dstig.de
STI-Kongress 2012: http://www.sti-kongress2012.de
Kompetenznetz HIV: http://www.kompetenznetz-hiv.de

St. Josef-Hospital, Klinikum der RUB: http://josef-hospital.klinikum-bochum.de/

Die DSTIG gratuliert!

portrt gaby wirz

 

FĂŒr ihre hohen Verdienste um das Allgemeinwohl wird Gaby Wirz, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der AIDS-Hilfe Baden-WĂŒrttemberg, mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Frau Wirz ist Mitglied der Sektion "Sexuelle Gesundheit" in der DSTIG. Hier hat sie wesentlich bei der Erarbeitung der "Standards in der PrÀvention" mitgearbeitet. DSTIG-Mitglieder kennen Gaby Wirtz auch durch die Teilnahme an den DSTIG-Kongressen, wo sie zuletzt 2010 in Memmingen referierte.

Seit vielen Jahren setzt sie sich auf Bundes- und Landesebene in unterschiedlichen Gremien und Projekten der Aids- und Selbsthilfe fĂŒr die Interessen von Menschen mit HIV und vor allem von HIV-positiven Frauen ein: Seit 1997 arbeitet sie im bundesweiten Netzwerk Frauen und AIDS mit und war Mitglied im Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe, der AIDS-Hilfe Saar und der AIDS-Hilfe Stuttgart.

 

Wir gratulieren Gaby Wirz zu dieser Auszeichnung und freuen uns ĂŒber die weitere Zusammenarbeit!

RUB-Experte warnt: Sexuell ĂŒbertragbare Infektionen auf dem Vormarsch

brockmeyer

 

„STI – diese drei Buchstaben werden uns in den nĂ€chsten Jahren immer hĂ€ufiger begegnen“, warnt RUB-Mediziner Prof. Dr. Norbert Brockmeyer. Sie stehen fĂŒr „sexual transmitted infection“ (sexuell ĂŒbertragbare Infektionen). AnlĂ€sslich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember macht Brockmeyer, PrĂ€sident der Deutschen STI-Gesellschaft, auf eine steigende Zahl solcher Erkrankungen aufmerksam: „In Deutschland – und auch weltweit – haben sich im Jahr 2011 weniger Menschen mit dem HI-Virus infiziert als in den Jahren zuvor. Alarmierend sind jedoch die steigenden Zahlen von Syphilis-FĂ€llen und STI allgemein.“

STI-Screenings sind möglich

Unter STI versteht man nicht nur die HIV-Infektion, sondern auch Syphilis, Infektionen mit Hepatitis B und C, Chlamydien sowie Herpes- und Humanen Papillomviren (HPV). Zwar sind die meisten STI, wenn sie rechtzeitig erkannt werden, gut behandelbar, doch Patienten haben dadurch ein erhöhtes Infektionsrisiko fĂŒr weitere sexuell ĂŒbertragbare Krankheiten. Unbehandelte STI können außerdem schwere Krankheiten hervorrufen, wie etwa GebĂ€rmutterhals- oder Analkrebs. „Wichtig sind daher regelmĂ€ĂŸige Vorsorgeuntersuchungen“, sagt Brockmeyer. „In unserem Zentrum fĂŒr sexuelle Gesundheit an der Dermatologischen Klinik der Ruhr-UniversitĂ€t Bochum bieten wir diese ‚Screenings‘ an. Doch noch immer warten manche Patienten, vielleicht aus Scham oder Unwissenheit, zu lange und kommen dann mit bereits fortgeschrittenen Infektionskrankheiten.“

HIV unheilbar, aber behandelbar
Aufgrund seiner Wandelbarkeit ist das HI-Virus die komplexeste sexuell ĂŒbertragbare Infektion und immer noch unheilbar. Mit den in Deutschland verfĂŒgbaren Medikamenten ist sie jedoch gut behandelbar. „HIV darf aber nie in Vergessenheit geraten“, mahnt Brockmeyer, „auch wenn die Infektionsraten rĂŒcklĂ€ufig sind. PrĂ€vention und AufklĂ€rung bleiben die SchlĂŒssel zum Erfolg – und das gilt fĂŒr alle STI“.

 

Kontakt:

Prof. Dr. N.H. Brockmeyer

PrÀsident der Deutschen STI-Gesellschaft

Klinik fĂŒr Dermatologie, Venerologie und Allergologie

der Ruhr-UniversitÀt

Gudrunstr. 56; 44791 Bochum

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Folien zur Definition und Positionierung der Deutschen STI-Gesellschaft

sexuelle gesundheit_position der dstdg_bild

Diese Statements zum Thema "Sexuelle Gesundheit" haben Mitglieder der Sektion Sexuelle Gesundheit ausgearbeitet und bieten die Grundlage fĂŒr ein Positionspapier, welches von der GeschĂ€ftsstelle jetzt ausgearbeitet wird.

Wir danken allen Mitgliedern, die an der Erstellung der Statements mitgewirkt haben fĂŒr Ihr Engagement.

 

Die Statements können Sie wie folgt herunterladen:

HIER im PDF-Format

HIER als Power-Point-Folien